
Es ist ein Szenario, das viele Hausbesitzer kennen. Sie schalten den Wasserkocher ein, der Föhn läuft im Badezimmer, und plötzlich wird es im ganzen Haus dunkel. Die Sicherung ist rausgeflogen. Was im ersten Moment ärgerlich erscheint, ist eigentlich ein wichtiges Sicherheitsmerkmal Ihrer elektrischen Anlage. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum Sicherungen auslösen, welche Ursachen dahinterstecken können und wann Sie unbedingt einen professionellen Elektriker oder einen Elektronotdienst kontaktieren sollten.
Was passiert, wenn die Sicherung rausfliegt?
Eine Sicherung, oder genauer gesagt ein Leitungsschutzschalter, hat die Aufgabe, Ihre elektrische Anlage und vor allem Sie selbst vor Schäden zu schützen. Sobald zu viel Strom durch eine Leitung fließt, unterbricht der Schalter automatisch den Stromkreis. Das verhindert, dass Kabel überhitzen, Geräte beschädigt werden oder im schlimmsten Fall ein Brand entsteht.
In modernen Haushalten finden sich meist drei Arten von Schutzeinrichtungen im Sicherungskasten. Der Leitungsschutzschalter schützt vor Überlastung und Kurzschluss, der FI-Schutzschalter, auch RCD genannt, schützt vor gefährlichen Fehlerströmen, und die Hauptsicherung sichert die gesamte Anlage ab. Wenn eine dieser Schutzeinrichtungen auslöst, ist das ein klares Signal, dass etwas nicht stimmt.
Die häufigsten Ursachen, warum die Sicherung auslöst
1. Überlastung des Stromkreises
Die mit Abstand häufigste Ursache ist eine Überlastung. Jeder Stromkreis in Ihrer Wohnung ist für eine bestimmte Stromstärke ausgelegt, meist 16 Ampere. Werden zu viele leistungsstarke Geräte gleichzeitig betrieben, etwa Wasserkocher, Mikrowelle und Toaster an derselben Steckdosenleiste, übersteigt die Last die zulässige Grenze. Die Sicherung tut dann genau das, wofür sie gebaut wurde, sie unterbricht den Stromkreis.
2. Kurzschluss in der Leitung oder im Gerät
Ein Kurzschluss entsteht, wenn sich der stromführende Draht direkt mit dem Neutralleiter verbindet, ohne dass ein Verbraucher dazwischengeschaltet ist. Das kann durch beschädigte Kabel, defekte Geräte oder fehlerhafte Installationen passieren. Bei einem Kurzschluss fließt schlagartig eine sehr hohe Stromstärke, weshalb die Sicherung sofort auslöst. Hier sollten Sie keinesfalls selbst experimentieren, sondern einen qualifizierten Elektriker zurate ziehen.
3. Defekter FI-Schutzschalter oder Fehlerstrom
Wenn der FI-Schalter auslöst, liegt meistens ein Fehlerstrom vor. Das bedeutet, dass Strom an einer Stelle fließt, wo er nicht hingehört, etwa durch einen feuchten Stecker, ein defektes Gerät oder eine beschädigte Isolierung. Der FI-Schalter rettet im Ernstfall Leben, weshalb sein Auslösen immer ernst genommen werden sollte. In solchen Fällen ist eine professionelle Elektroreparatur dringend erforderlich.
4. Defekte Elektrogeräte
Manchmal ist nicht die Anlage selbst das Problem, sondern ein einzelnes Gerät. Alte Waschmaschinen, defekte Kühlschränke oder beschädigte Heizgeräte können einen Stromschlag oder Kurzschluss verursachen. Wenn die Sicherung immer dann rausfliegt, wenn ein bestimmtes Gerät eingeschaltet wird, haben Sie den Übeltäter wahrscheinlich gefunden.
5. Feuchtigkeit in Steckdosen oder Schaltern
Besonders in Bädern, Küchen oder Außenbereichen kann Feuchtigkeit in Steckdosen oder Schalter eindringen. Das führt häufig zu Kriechströmen, die den FI-Schutzschalter aktivieren. Hier ist schnelles Handeln gefragt, denn nasse Elektroinstallationen sind eine ernstzunehmende Gefahr für Ihre Gesundheit.
6. Veraltete oder beschädigte Verkabelung
In älteren Gebäuden ist die Elektroinstallation oft jahrzehntelang nicht modernisiert worden. Kabel werden mit der Zeit spröde, Isolierungen brechen, und Anschlüsse lockern sich. Das kann zu wiederkehrenden Sicherungsausfällen führen. In solchen Fällen hilft nur eine umfassende Elektroreparatur oder gar eine komplette Sanierung der elektrischen Anlage durch einen erfahrenen Elektriker.
Was Sie selbst tun können, bevor Sie einen Elektriker rufen
Bevor Sie den Elektronotdienst kontaktieren, gibt es einige sichere Schritte, die Sie selbst durchführen können, um die Ursache einzugrenzen.
Schritt 1: Alle Geräte abschalten. Trennen Sie zunächst alle Geräte vom betroffenen Stromkreis, indem Sie die Stecker ziehen. Schalten Sie auch alle Lichter aus, die zu diesem Stromkreis gehören.
Schritt 2: Sicherung wieder einschalten. Gehen Sie zum Sicherungskasten und legen Sie den ausgelösten Schalter wieder um. Falls die Sicherung sofort wieder rausfliegt, liegt vermutlich ein ernster Fehler vor, etwa ein Kurzschluss in der festen Verkabelung. In diesem Fall müssen Sie umgehend einen Elektriker rufen.
Schritt 3: Geräte einzeln testen. Schalten Sie die Geräte nacheinander wieder ein und beobachten Sie, ab welchem Gerät die Sicherung erneut auslöst. So finden Sie den Verursacher schnell heraus.
Schritt 4: Steckdosen prüfen. Achten Sie auf Brandgeruch, Verfärbungen oder warme Stellen an Steckdosen. All das sind Warnzeichen, die einen sofortigen Anruf bei einem qualifizierten Elektriker erfordern.
Wichtig ist, dass Sie niemals selbst an der festen Elektroinstallation arbeiten, wenn Sie kein ausgebildeter Elektriker sind. Der Umgang mit Strom kann lebensgefährlich sein, und in Deutschland sind viele Arbeiten an der elektrischen Anlage ohnehin nur Fachleuten vorbehalten.
Wann Sie unbedingt einen Elektronotdienst rufen sollten
Es gibt Situationen, in denen Sie nicht zögern sollten, sofort professionelle Hilfe zu holen. Dazu gehören:
- Brandgeruch aus Steckdosen, Schaltern oder dem Sicherungskasten
- Sichtbare Funken oder schmorende Geräusche
- Wiederholtes Auslösen der Sicherung trotz abgeschalteter Geräte
- Auslösen des FI-Schalters ohne erkennbaren Grund
- Stromschlag beim Berühren eines Geräts oder Schalters
- Kompletter Stromausfall in der Wohnung trotz funktionierender Hauptsicherung
In all diesen Fällen ist ein 24-Stunden-Elektronotdienst die richtige Anlaufstelle. Ein erfahrener Elektriker kann die Ursache schnell identifizieren und mit einer fachgerechten Elektroreparatur dauerhaft beheben.
Wie ein professioneller Elektriker das Problem löst
Wenn Sie einen Elektriker beauftragen, beginnt dieser mit einer systematischen Fehlersuche. Mit speziellen Messgeräten überprüft der Fachmann den Isolationswiderstand, misst Spannungen und kontrolliert die einzelnen Stromkreise. Diese professionelle Diagnose ist entscheidend, denn nur so lässt sich die wahre Ursache zuverlässig finden.
Anschließend führt der Elektriker die notwendige Elektroreparatur durch. Das kann von einem einfachen Austausch eines defekten Schalters bis zur kompletten Erneuerung eines Stromkreises reichen. In jedem Fall werden alle Arbeiten nach den geltenden Normen, insbesondere der DIN VDE 0100, ausgeführt.
Ein seriöser Elektronotdienst arbeitet auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten, an Wochenenden und Feiertagen. Denn elektrische Probleme halten sich nicht an Bürozeiten, und ein Stromausfall mitten in der Nacht oder am Sonntag ist genauso kritisch wie an jedem anderen Tag.
Vorbeugung, damit die Sicherung nicht ständig rausfliegt
Damit Sie das Problem gar nicht erst bekommen, helfen einige einfache Maßnahmen:
Lasten verteilen. Schließen Sie nicht alle leistungsstarken Geräte an derselben Steckdosenleiste an. Verteilen Sie die Verbraucher auf verschiedene Stromkreise.
Regelmäßige Wartung. Lassen Sie Ihre elektrische Anlage alle paar Jahre von einem Elektriker überprüfen. Eine fachgerechte Inspektion erkennt Probleme, bevor sie zu Ausfällen führen.
Defekte Geräte ersetzen. Reparieren oder ersetzen Sie Geräte, die ungewöhnliche Geräusche machen, warm werden oder andere Auffälligkeiten zeigen.
Modernisierung der Anlage. In älteren Gebäuden lohnt sich eine Modernisierung der gesamten elektrischen Anlage. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie.
FI-Schutzschalter testen. Der FI-Schalter sollte einmal im Halbjahr durch Drücken der Testtaste überprüft werden. Löst er nicht aus, ist sofort ein Elektriker zu rufen.
Warum schnelles Handeln so wichtig ist
Eine ständig auslösende Sicherung ist mehr als nur ein Ärgernis, sie ist ein Warnsignal. Werden die Ursachen ignoriert, kann das schwerwiegende Folgen haben. Überhitzte Kabel können Brände auslösen, defekte Geräte können zu Stromschlägen führen, und mangelhafte Installationen können im Versicherungsfall zu Problemen mit der Gebäudeversicherung führen.
Deshalb gilt: Lieber einmal zu viel einen Elektriker rufen, als das Risiko eines Schadens einzugehen. Ein professioneller Elektronotdienst ist rund um die Uhr erreichbar und sorgt mit einer fachgerechten Elektroreparatur dafür, dass Ihre elektrische Anlage wieder sicher und zuverlässig funktioniert.
Fazit
Wenn die Sicherung immer wieder rausfliegt, ist das ein klares Zeichen, dass mit Ihrer elektrischen Anlage etwas nicht stimmt. Die Ursachen reichen von einer einfachen Überlastung über defekte Geräte bis hin zu ernsthaften Problemen wie Kurzschlüssen oder Fehlerströmen. Während Sie einige einfache Schritte selbst durchführen können, gehören die meisten Reparaturen in die Hände eines qualifizierten Elektrikers.
Bei Elektro Singer steht Ihnen rund um die Uhr ein erfahrener Elektronotdienst zur Verfügung. Egal ob Tag oder Nacht, Wochenende oder Feiertag, unser Team führt zuverlässige Elektroreparaturen durch und sorgt dafür, dass Sie sich auf Ihre elektrische Anlage verlassen können. Zögern Sie nicht, uns bei wiederkehrenden Sicherungsproblemen zu kontaktieren. Sicherheit geht immer vor, und mit einem professionellen Elektriker an Ihrer Seite sind Sie auf der sicheren Seite.
Rufen Sie uns an unter 0159-04386926 und wir helfen Ihnen schnell und kompetent weiter.
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